„Ich fange also mit der Stadt an…“ – Die Moderne zwischen Flanerie und Feuilleton. Heinrich Heines ‚Briefe aus Berlin‘

28. November 2021 / 0 comments

“Es ist just 12, und die Spatziergangszeit der schönen Welt.
Die geputzte Menge treibt sich die Linden auf und ab. Sehen Sie dort den Elegant mit zwölf bunten Westen?“ Heines Position zwischen Flanerie und Feuilletonismus in seinen „Briefen aus Berlin“.

Aufgabe von Kunst heute und sonst – Grit Lemkes „Kinder von Hoy“

8. November 2021 / 0 comments

„Mit der ganzen politischen Bildung, das ist ja alles gut und schön, aber wir müssen das unterhaltend rüberbringen.“ Was so entsteht, schimmert heute als Vorschein einer höchstens in kleinsten Teilen abgegoltenen Zukunft in der Vergangenheit. Und ist schnell vorbei.

Zeitgenössische Influencer-Ästhetik und kapitalistische Glücksökonomie – Randts Allegro Pastell

4. Oktober 2021 / 0 comments

Es wäre wenig verwunderlich, würden Tanja und Jerome für ihren zur Schau gestellten Konsum satte Werbeeinnahmen kassieren.

Die sogenannte DDR – Brussigs Wenderomane

2. August 2021 / 0 comments

Und am Rande sei hier auf die Anschlussfähigkeit an antislawische Ideologeme des Nachkriegs-Antikommunismus in der politischen Kultur der Alt-BRD verwiesen. Also doch nicht nur fehlgeschlagene Satire und Schelmerei?

Mindstate Subito – Goetz in Klagenfurt

5. Juli 2021 / 0 comments

Die Aufnahmen vom Bachmann-Preis 1983 zeigen, wie resistent ein selbstorganisierendes System sich Inszenierungen von Kritik einverleiben kann oder, umgekehrt: wie Kritik belanglos wird, wenn sie nach den kritisierten Maßstäben verfährt, sich ihren Kontexten einordnet.

Zwischen Rebell und bravem Bürger – Insta-Live-Talk mit Prof. Dr. Henry Keazor und Thorsten Wübbena zu Beethovens Darstellung in und Einfluss auf die Kunst

14. Juni 2021 / 0 comments

Ob in den Comics der 40er Jahre, auf den Plattencovern von zahllosen Bands, in der Bildhauerei, klassisch auf Gemälden oder als performative Installation: Beethoven und seine Musik üben bis heute großen Einfluss auf Künstler:innen aus. Begleitend zur Ausstellung „Ludwig lebt! Beethoven im Pop“ des rock’n’popmuseums Gronau haben wir deshalb mit Prof. Dr. Henry Keazor und…

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Mein Name ist Wilhelm, ich weiß von nichts – CFP für Umbenennungsvorschläge

7. Juni 2021 / 0 comments

Mitunter erscheint es ungeheuerlich, in welchen Verkleidungen Verantwortungslosigkeit daherkommt. Manchmal beansprucht sie sogar besonderes Verantwortungs- und Problembewusstsein für sich und redet besten Wissens und Gewissens der Barbarei das Wort. Was komisch klingt, ist leider so und zeigt sich seit geraumer Zeit in den Wortmeldungen der Diskussion um die Umbenennung der „Westfälischen Wilhelms-Universität“.

Der (Un-)Sinn unter der Oberfläche: menschlich reife Opfernarrative – Krachts ‚Eurotrash‘

3. Mai 2021 / 1 comment

Das ist die Bequemlichkeit, den eigenen Nazi-Hintergrund auf gänzlich selbstentschuldigende Weise zu bedenken und fremde Schuld vor die eigenen, daraus resultierenden Privilegien zu stellen, die dafür sorgt, dass viele erzählerische Projekte der NS-Familiengeschichtsaufarbeitung selbst ungefähr so gründlich apologetisch geraten wie die Entnazifizierung.

Reine Beethoven-Verehrung? – E.T.A. Hoffmann rezensiert die Fünfte

19. April 2021 / 0 comments

Während sich Chuck Berry in Gedenken an Beethoven „schüttelt und wälzt“ und Charles Bukowski Geniekult und Kosenamen vereint, beginnt die Beethoven-Verehrung bereits zu Lebzeiten „des Meisters“. E.T.A. Hoffmann schreibt 1810 – mutmaßlich wie Bukowski bei einem Gläschen Wein – die wohl bekannteste Beethoven-Rezension. Zu diesem frühen Zeitpunkt im 19. Jahrhundert entdeckt nicht nur Hoffmann seine…

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Bukowski und Beethoven – Künstler unter sich

12. April 2021 / 0 comments

Das gebeutelte und getriebene Genie, das trotz fortschreitender Taubheit weiterhin seine größten Werke vollbringt, trifft auf den rastlosen Alkoholiker, dessen Werk zwar rezipiert, aber erst spät Anerkennung für seine Qualität findet. Bukowski begreift Beethoven in seinen Gedichten als Verkörperung jener anti-bürgerlichen Gegenfigur, die in der Kreativität den subversiven Ausweg aus der Gesellschaft findet…