„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil V: There’s a man going round taking names

3. Oktober 2016 - 2016 / Allgemein / bildtext / soziotext

Auch in den letzten zwei Beiträgen der Artikelreihe steht das Theaterstück Wir sind keine Barbaren! von Philipp Löhle im Mittelpunkt. Unsere Gastautorin Johanna Kaschik hat es mit der europäischen Kultur und Politik verglichen. Dabei beleuchtet sie sowohl aktuelle Geschehnisse als auch die Vergangenheit: Woher kommt der Begriff des Barbarischen? Was besagt der Mythos Europas? Und was haben die alten Griechen mit alledem zu tun?

„Genauso sind die einzelnen Menschen in der Gesellschaft Teile einer lebendigen Ganzheit – wie unterschiedliche Organe eines Körpers üben sie in ihrer Gesellschaft unterschiedliche Funktionen aus, sind aber untrennbar miteinander verbunden.“[1]

Wir sind keine Barbaren? – Wahlergebnisse, die einen erschaudern lassen. Pegida-Aufmärsche, Clausnitz und brennende Flüchtlingsheime gehören gegenwärtig zu unserer Gesellschaft. Zudem baut Europa Grenzzäune, und der Rechtspopulismus befindet sich im Aufwind. Terror erschüttert uns und unsere westlichen Werte. Wir hinterfragen die Anderen, manche hinterfragen (zögerlich) sich selbst. Doch vor allem wird Europa hinterfragt. Die nationale Identität verdrängt die europäische Identität – der Schutz der eigenen Kultur und unserer Werte wird teilweise instrumentalisiert.

Es ist ein sehr politisches Thema, das sich mit Wir sind keine Barbaren! von Philipp Löhle auf die Bühne wagt und es zeigt auch, dass der Diskurs in Deutschland und Europa wieder politischer wird. Literatur und Kunst mischen sich wieder ein und formulieren Standpunkte.[2] Schon im Polis-Theater setzte man auf die Auseinandersetzung und die kritische Diskussion mit mythischen Themen, um Zuschauer_innen zu erziehen und sie zu bilden.[3] Besonders mittels der Literatur wurde das kritische Denken geübt und die Bürger_innen schließlich aus der ‚Unmündigkeit’ befreit.

Hier reiht sich auch Löhle ein, der Politik und Gesellschaft in ein Theaterstück übersetzt und zerrissene, moderne Menschen in der Krise zeigt, wie im Folgenden analysiert wird.

There´s a man going round taking names[4] 

Betrachten wir zunächst die Figuren: Barbara ist der Inbegriff des Gutmenschen.[5] Das Stück beginnt mit ihrem Geburtstag: Barbara bekommt von ihrem Partner Mario einen Flachbildfernseher geschenkt, obwohl sie sich ein Klapprad wünschte. In einem kurzen Dialog zwischen den beiden zeigt sich, dass sie mehr oder minder aneinander vorbei leben. Als es klopft öffnet sie die Tür. Für Barbara ist es sofort selbstverständlich „den Fremden“ aufzunehmen. Mario widerspricht seiner Frau nicht. Er verzweifelt indes daran, den Flachbildfernseher richtig zu installieren.

Paul und Linda sind die neuen Nachbarn – eigentlich auch Fremde, werden aber nicht als solche gesehen, da sie einen Mietvertrag und weiße Haut haben.

Löhles vier Hausbewohner_innen stehen exemplarisch für eine Gruppe unserer Weltbevölkerung: Es ist eine kleine, überschaubare Gemeinschaft. Viel Dynamik auf engem Raum – ähnlich wie in Europa.

In einem Streitgespräch, das die vier nach der Ankunft des Fremden über seinen Verbleib führen, den sie wahlweise Bobo oder Klint nennen – man weiß es selbst nicht genau –, werden viele oberflächliche Bemerkungen gemacht. So sagt Linda, sie sei doch nicht für das Elend der Welt verantwortlich.[6] Barbara hingegen möchte Verantwortung für Kriege übernehmen und sieht die Aufnahme Bobos/Klints als das mindeste an, was die westliche Bevölkerung übernehmen kann.[7] Wie die vier Protagonist_innen die Welt und sich selbst sehen, hat schließlich auch Einfluss darauf, wie sie andere Menschen und vor allem Bobo/Klint sehen.

Im Folgenden wird gezeigt, wie Bobo/Klint als Regulativ zwischen den einzelnen Personen/ der Gemeinschaft fungiert.

Das Stück ist so konzipiert, dass Barbara, Mario, Linda und Paul eine bestimmte Menge bilden. Die Menge derer, die in dem Haus/ in der Stadt/ in diesem Land leben. Bobo/Klint hingegen bildet die Komplementärmenge zu ihnen – er ist außerhalb der Gemeinschaft. Dadurch, dass er von Barbara und Mario aufgenommen wird, und er auch im Haus lebt, ist eine Grenze überschritten: Die Ordnung der Gemeinschaft kommt daraufhin durcheinander. Sie müssen sich einer Herausforderung stellen, die sie gemeinsam lösen könnten. Stattdessen werden Konflikte und Differenzen deutlich, die durch Bobo/Klint evoziert werden. Es zeigt sich, dass die Gemeinschaft nicht den tiefen Zusammenhalt hat, wie sie es sich selbst vielleicht einbildet – eine ähnliche Zerrissenheit, wie sie in der Flüchtlingspolitik der EU vorhanden ist.

Europa ist ein Kap des asiatischen Kontinents, es scheint aber der Kopf der Welt zu sein. So lautet die Idee von Europa, schreibt Derrida 1992 in seinem Essayband.[8] Die Krise beginnt, sobald die Grenzen Europas aufgezeigt werden und es sich in der Begegnung mit der Andersartigkeit erst selbst definieren kann. Heute muss man sagen, dass die Krise Europas beginnt, nicht nur, weil es sich zunächst grenzenlos gefühlt hat, sondern gerade weil es wieder Grenzen zieht. Analog zu Paul, der einen Schutzraum in seinem Schlafzimmer baut, als er merkt, dass Bobo/Klint wohl länger bleibt, baut Europa wieder Schutzräume, um sich vor dem Anderen zu schützen. Es werden an der einen Stelle die Grenzen gesichert, so wie auf dem Balkan, andere Grenzen gelockert und fragile, neue Wege erbaut, beispielweise mit Blick auf die Türkei. Diese Grenzverschiebungen bürgen neue moralische Krisen und Europa muss sich erneut einer Identitätsfrage stellen. Die Menschen entdecken heute neue, aber oft eigentlich alte Identitäten.[9]

Woher der Andere, Bobo/Klint, kommt, und was seine Beweggründe waren die Flucht anzutreten, bleibt offen. Es wird noch nicht einmal eindeutig geklärt, ob Bobo/Klint ein Flüchtling ist. Lediglich die Wahrnehmung dieses Anderen durch Barbara, Mario, Linda und Paul lässt Antworten auf diese Fragen vermuten. Barbara, so heißt es, gibt den entscheidenden Impuls dafür, dass Bobo aufgenommen wird.[10] Für sie ist es selbstverständlich, dass man Bobo/Klint hilft: „Was redet ihr denn da eigentlich? Dieser arme Mensch hat eine Reise hinter sich. Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen so was. Wenn es danach geht, hat er Ruhe und Frieden für den Rest seines Lebens verdient. Und ihr wollt ihn schuften lassen! Für uns schuften lassen? Als Ausgleich? Seid ihr eigentlich…Menschen?“[11] Sie stellt eine deutliche Frage, nach der Menschlichkeit der anderen. Dies ist eine Anspielung auf den Titel des Stücks, macht aber auch noch einmal deutlich, was in der sogenannten Zivilisation für Barbara zum Menschsein gehört: etwas Empathie und Nächstenliebe.

Bobo/Klint ist in Barbaras Augen ein Flüchtling, der aus einem Land kommt, in dem Krieg und Zerstörung wüten. Sie hingegen leben in einer „Kleptokratie“[12], sprich unser Wohlstand existiert nur zu Lasten der ärmeren Völker. Bobo/Klint verdeutlicht das Schicksal derjenigen, auf deren Schultern dieses Ungleichgewicht am meisten lastet, da er nicht weit weg ist und in den Nachrichten erscheint, sondern er sitzt in der Wohnung, bzw. nebenan.

Wer ist für mich ein/e Andere/r?

Die Perspektiven, von der die Bewohner den Fremden betrachten, sind unterschiedlich:  Paul sieht in Bobo/Klint zunächst einen Obdachlosen oder einen Reisenden, der sich dreist eine kostenlose Schlafunterkunft suchen möchte, statt in ein Hotel zu gehen: „Geklopft, ja. Das ist schon dreist, oder? Läuft in der Gegend rum, klingelt irgendwo und erwartet, dass man ihn einquartiert, nur weil´s draußen regnet. Ich meine, eine Nacht ein Hotel, das wird man sich ja wohl noch leisten können. Muss ja nix Tolles sein. Aber der will sparen. Und der weiß, dass du weißt, es ist kalt, es regnet, und wenn man ihn nicht aufnimmt, verreckt er wahrscheinlich an einer Lungenentzündung. Und das setzt der ein. Dass du dich schlecht fühlst, wenn du nee sagst (…)“.[13]

Später beginnt Paul besagten Schutzraum zu bauen, da er Angst vor den Afrikanern hat, die sein Land und seine Frauen stehlen wollen. Er argumentiert, dass die europäische Rasse hegemonial den anderen Kulturen gegenübersteht: „Aber wir leben in einem Land, dessen Kultur dreizehntausend Jahre Vorsprung gegenüber anderen Kulturen hat.“[14] Er reagiert auf das Wanken seiner bisherigen Lebensordnung damit, dass er einen Schutzraum im Schutzraum baut: Wie schnell der gewohnte private Raum durcheinander geraten kann hat er bei seinen Nachbarn gesehen.

Der Philosoph und Essayist Paul Valéry schrieb 1910 in einem Essay, dass der zivilisierte Bewohner der Städte zurück kehrt, das heißt dass er isoliert lebt, weil „der gesellschaftliche Mechanismus ihm erlaubt, die Notwendigkeit der Gemeinschaft zu vergessen und die Zusammengehörigkeitsgefühle absterben zu lassen, die früher unablässig durch die Not geweckt wurden.“[15] Paul ist ein „besorgter Bürger“: er ist nicht direkt gegen Flüchtlinge, aber er möchte sie nicht in seiner Nähe haben. Er fürchtet die Aggressivität des schwarzen Mannes und dies schürt seine Angst. Folglich setzt er alles daran, seine Vorteile zu verteidigen.[16]

Angst ist ein Urinstinkt und ist der Antrieb, mit dem der aktuelle rechtspopulistische Motor donnernd röhrt. In krisenhaften Zeiten sind die Menschen anfälliger für einfache und schnell klingende Lösungen, sowie die Ernennung eines Sündenbockes.

Linda sieht in dem Anderen zunächst einen Fremden und Kriminellen und ist empört, dass Barbara und Mario ihn ihre sensible Zone, sprich die Wohnung hineinlassen.[17]

Für Mario wird Bobo/Klint schließlich zu einem Rivalen. Bobo/Klint ist in sein Territorium eingedrungen und lässt Mario Zweifel verspüren: Er merkt, dass Barbara und Bobo/Klint etwas verbindet. Mario zweifelt also nicht nur an seiner Ehe, sondern auch an seiner Männlichkeit und sich selbst. Schließlich bringt ein niederer Instinkt, Eifersucht, Mario dazu seine Frau zu töten. Instinktives Handeln, etwas das eigentlich den Tieren und den Barbaren zugeschrieben wird bringt hier, inmitten von aufgeklärten, rationalen Individuen, den Wendepunkt.

Zwei moralische Kategorien: Barbarei und Zivilisation

Betrachtet man Bobo/ Klint genauer: In Anlehnung an den Titel scheint Bobo/Klint für die zivilisierten Hausbewohner also eine Art Barbar zu sein. Laut dem Schriftsteller Tzvetan Todorov werden Gesellschaften der Welt in barbarisch und zivilisatorisch eingeteilt.

„Ebenfalls nennt man einen Menschen gewöhnlich im Vergleich zu einem anderen einen Barbaren, weil ihm dessen Sprechweise fremd ist, wenn der eine die Sprache des anderen nicht gut beherrscht (…) Und in dieser Hinsicht gibt es keinen Menschen und kein Volk, die im Verhältnis zu jedem anderen nicht barbarisch wären (…).“[18]

Das Wort Barbar stammt aus dem alten Griechenland, wo es zum alltäglichen Sprachgebrauch gehörte, und zwar insbesondere nach dem Krieg gegen die Perser. Es diente dazu, Völker der Welt in zwei ungleiche Teile einzuteilen: die Griechen, also wir, und die Barbaren, das heißt die Anderen, die Fremden. Um festzustellen, zu welcher Gruppe jemand gehörte, legte man als Maßstab die griechische Sprache fest. Das sprachliche Unvermögen wurde zu einem Zeichen für unvollständiges Menschsein, jedoch konnte in diesem Fall das Barbarische überwunden werden, indem die Sprache erlernt wurde. Das Gegenteil von Barbarei besteht zudem in der Gastfreundschaft, auch Fremden gegenüber oder in der Pflege der Freundschaft: Man gibt den anderen, was man selbst gerne bekommen würde.[19] Der Rückzug auf sich selbst steht also hier der Öffnung zu den Anderen gegenüber. Sich für die einzige wahrhaft menschliche Gruppe zu halten, nichts außerhalb des eigenen Erfahrungsraumes gelten zu lassen, den Anderen nichts zu geben, sich bewusst auf sein Herkunftsmilieu zu beschränken – all das ist ein Zeichen von Barbarei; die Vielfalt der menschlichen Gruppen, Gesellschaften und Kulturen anzuerkennen und den anderen auf gleicher Augenhöhe zu begegnen hingegen, ist ein Merkmal von Zivilisation.[20] Die Übermachtansprüche der vier Figuren im Stück, und vor allem der Bau des Schutzraumes, sind also eher ein barbarischer Akt, als ein Zeichen von aufgeklärter, demokratischer Zivilisation.

Barbarei und Zivilisation ähneln weniger zwei um Vorherrschaft ringenden Kräften als den beiden Polen einer Achse. Sie sind zwei moralische Kategorien, die die Bewertung bestimmter menschlicher Handlungen ermöglichen.[21] Daher ist womöglich auch der Titel des Stückes so gewählt, da vor allem die Handlung der vermeintlichen Zivilisation im Vordergrund stehen. Die Figuren sagen es nicht, sehen aber in dem Fremden eher einen Barbaren als in sich selbst und grenzen ihn somit von sich ab.

Bobo/Klint wird in keinen der Dialoge eingebunden, er wird mit zwei Namen bezeichnet und er wird stets als passiver Mensch dargestellt mit dem andere etwas machen. Möchte er wirklich so untätig sein? Vielleicht möchte er wieder in ein Leben einsteigen und sein Leben (sich-selbst) gestalten können.

Um miteinander in einen Dialog zu treten, bedarf es einer Umgangskultur

Immer wieder streiten Linda, Paul, Mario und Barbara darum, in welcher Kultur sie leben und aus welcher Kultur (ist es überhaupt eine Kultur, aus der Bobo/Klint stammt?) Bobo/Klint kommt und inwiefern diese beiden Kulturen sich aneinander reiben.

Ursprünglich bedeutet „cultura animi“ die Erziehung zum geselligen Leben und damit einhergehend die Erziehung zur Kenntnis der freien Künste und dem ehrbaren Leben.[22] In unserer heutigen Zeit – in unserem heutigen Europa – kann man die Kultur als das Bewusstsein und die Sinnstiftung unserer Gemeinschaft sehen.[23] Wir haben einen kulturellen Kosmos, der sich in unseren Umgangsformen und Werten nahezu im gesamten Europa ähnelt. Die demokratischen Herrschaftsformen der einzelnen Länder – selbst Länder, in denen noch Königshäuser vorhanden sind, haben sich, durch die Entwicklung zur konstitutionellen Monarchie, dem demokratischen Geist Europas angeschlossen. Unsere Kultur lebt von der Wahlmöglichkeit: Wir wählen, wer uns regiert. Wir wählen, was wir später einmal werden möchten. Wir wählen, wo wir leben möchten.

Bobo/Klint wird diese Wahl genommen: Er wird bevormundet. Die Motive dazu scheinen unterschiedlich zu sein: Barbara denkt, es sei eine Schuldigkeit.[24] Paul und Linda hingegen sehen sich als Übermacht aufgrund ihrer kulturellen Überlegenheit. Vergleichbar zu dem, was sich seit Jahren auch in einigen Krisengebieten abzeichnet: Der Westen versucht (die für ihn als richtig geltenden) Werte in Kulturen zu transferieren, für die es nicht einfach ist, diese Werte anzunehmen. Oftmals mündet dieser Akt in Gewalt. Auch Löhles Theaterstück kann diese Kulturen nicht gewaltfrei nebeneinanderstellen.

Es fehlt in den Dialogen der vier Nachbarn, und auch in der Chorstimme, eine Forderung oder Idee für eine Umgangskultur.[25]  Keine der vier Personen macht sich ernsthafte Gedanken darüber, wie man Bobo/Klint integrieren könnte. Er wird aufgenommen und ab diesem Moment entscheiden andere über ihn, ähnlich wie in der gegenwärtigen Asylpolitik. Bobo/Klint ist so machtlos wie die zahlreichen Menschen, die in Notunterkünften auf ihr Schicksal warten, unter (zum Teil) unmenschlichen Bedingungen und die sich dort monatelang einem Schwebezustand fügen müssen.

Die Figur Bobo/Klint als Projektionsfläche für so viele Standpunkte, Ängste und auch Vorurteile, dominiert er, ohne von einem Darsteller spielerisch auf der Bühne anwesend zu sein, und bietet Raum für individuelle Projektionen der Zuschauer_innen und Leser_innen. Es ist eine Raffinesse des Autors, dass die Figur, die physisch nie auf der Bühne ist, schließlich den gewaltigsten physischen Akt ausgeübt haben soll, zu dem ein Mensch imstande sein kann: Mord. Darauf folgt eine blinde Hetze gegen den Anderen: Nur er kann es gewesen sein. Diese Hetze kann man wiederum als einen „Akt zivilisierter Barbarei“[26] bezeichnen. Wer sind wir Europäer_innen? Sind wir eine neue Barbarenspezies?

Eine umfassende Antwort darauf, wo Europa jetzt steht, würde an dieser Stelle zu weit führen. Der Mythos Europas ist jedoch für unsere heutige Kultur noch immer bedeutend.

 

6.10. Teil VI: Die Frage nach der Identität Europas: Der Mythos (Johanna Kaschik)

 

[1] Erpenbeck, Jenny: Gehen, ging, gegangen. München: Knaus Verlag 2015, S. 175.

[2] Vgl. Klug, Thomas: Aufklären, verschärfen, provozieren – politisches Theater heute. Beitrag vom 18.1.16 im Deutschlandradio Kultur.

[3] Vgl. Krippendorff Ekkehard: Die Kultur des Politischen. Wege aus den Diskursen der Macht. Berlin: Kulturverlag Kadmos 2009, S. 9.

[4] Löhle, Philipp: Wir sind keine Barbaren. Reinbek: Rowohlt Theater Verlag 2014, S. 21.

[5] Das Wort „Gutmensch“ wurde im Jahr 2015 zum Unwort des Jahres gekürt, da es im Hinblick auf die (man muss sagen anfängliche) Willkommenskultur der Deutschen die Bedeutung des Naiven zugesprochen bekam.

[6] Vgl. ebd., S. 37.

[7] Vgl. ebd., S. 38.

[8] Vgl. Derrida, Jacques: Das andere Kap. Die vertagte Demokratie. Zwei Essays zu Europa. Frankfurt a. M: Suhrkamp 1992, S. 21.

[9] Vgl. Huntington, Samuel Peter: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. München, Wien: Europaverlag 1996, S. 18.

[10] Vgl. Löhle 2014, S. 23.

[11] Ebd. S. 30.

[12] Ebd. S. 38.

[13] Vgl. Löhle 2014, S. 23.

[14] Vgl. ebd., S. 47.

[15] Vgl. Hamm, Peter: Ich denke also bin ich. Peter Hamm über Paul Valéry und seine Cahiers. In: Spiegel 2/1991,

[16] Vgl. Todorov, Tzvetan: Die Angst vor den Barbaren. Kulturelle Vielfalt versus Kampf der Kulturen. Hamburg: Hamburger Editionen 2010, S. 12.

[17] Vgl. Löhle 2014, S. 25.

[18] Las Casas, Historische und ethnographische Schriften, S. 497. In: Todorov 2010, S. 35.

[19] Vgl. Todorov 2010, S. 30.

[20] Vgl. ebd., S. 38.

[21] Vgl. ebd., S. 41.

[22] Vgl. Krippendorff 2009, S.7.

[23] Vgl. ebd., S. 9.

[24] Vgl. Löhle 2014, S. 38.

[25] Vgl. Krippendorff 2009, S. 8.

[26] Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit. 13. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1990, S. 34.

Johanna Kaschik

Johanna zog es nach Münster für ein Jurastudium, nach 4 Semestern wechselte sie zum Bachelor in Philosophie und Germanistik. Gegenwärtig ist sie im 4. Mastersemester Germanistik. Ihren Traumberuf hat Johanna während ihrer Zeit als Praktikantin bei der Hersfelder Zeitung gefunden. Sie liebt die Kolumnen von Harald Martenstein und applaudiert für guten investigativen Journalismus.

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