Postfaktizität

4. Dezember 2016 / 3 comments

Postfaktizität, das ist wohl das Wort, in dem Fall das Modewort des Jahres 2016. Unzählige Publikationen greifen den Begriff auf, vor allem als Beschreibung für die Ursache gleich mehrerer politischer Erdrütsche von Brexit bis Donald Trump zu Norbert Hofer. Postfaktizität, das ist der Abschied von den Fakten und die Hinwendung zur gefühlten Wahrheit, die „man…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil VI: Die Frage nach der Identität Europas: Der Mythos

6. Oktober 2016 / 2 comments

Die Frage nach der Identität Europas ist eine Geschichte über List und Verführung: Der Mythos Eine umfassende Antwort darauf, wo Europa jetzt steht, würde an dieser Stelle zu weit führen. Der Mythos Europas ist jedoch für unsere heutige Kultur noch immer bedeutend.   Europa, eine phönizische Königstochter stammt aus einer friedlichen Kultur. Sie wurde eines…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil V: There’s a man going round taking names

3. Oktober 2016 / 2 comments

Auch in den letzten zwei Beiträgen der Artikelreihe steht das Theaterstück Wir sind keine Barbaren! von Philipp Löhle im Mittelpunkt. Unsere Gastautorin Johanna Kaschik hat es mit der europäischen Kultur und Politik verglichen. Dabei beleuchtet sie sowohl aktuelle Geschehnisse als auch die Vergangenheit: Woher kommt der Begriff des Barbarischen? Was besagt der Mythos Europas? Und…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil IV: Die Grenz(über)gänger

26. September 2016 / 2 comments

Grenz(über)gänger werden in der Literaturwissenschaft als „revolutionäre Elemente“ bezeichnet. Sie schaffen es, Strukturen zu durchbrechen und sind damit „Helden“. In Wir sind keine Barbaren! sind das Barbara und Bobo/Klint – doch ihre Motive sind gänzlich verschieden.   1. Bobos/Klints Grenzen Bobo/Klint kann als „Held des offenen Raumes“[1] ausgemacht werden. Aus diesem offenen Raum, der für…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil III: Das Weltbild der Figuren – Grenzen und Grenzüberschreitungen

22. September 2016 / 1 comment

„Menschen haben ein Bedürfnis nach klaren Einteilungen und Abgrenzungen.“ – Anna-Lena Wenzel, Kunsttheoretikerin – Wir Sind Keine Barbaren! endet mit einem Mord. Bis es dazu kommen konnte, mussten zunächst eine oder mehrere Grenzen überschritten werden. Eine rein physikalische Betrachtung sieht Grenzen untrennbar mit Räumen verbunden.[1] Ein Raum ist begrenzt und Grenzen sind ohne Räume nicht…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil II: Kaputte Beziehung, Eifersucht, Aggressionen – die Ängste der Figuren

19. September 2016 / 0 comments

Der Gegenstand Angst lässt sich schwer darstellen, die Reaktion von Figuren auf diesen Gegenstand hingegen schon. In Wir sind keine Barbaren! wurde hierfür auf der einen Seite eine fiktionale Diskursivierung von Angst über die vier Hauptfiguren Mario, Barbara,[1] Linda und Paul gewählt und auf der anderen Seite über eine Leerstelle, nämlich Bobo/Klint, der – fast…

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„Wir sind keine Barbaren“, oder doch? – Teil I: Von Fremdenangst und der Angst vor dem Fremden

15. September 2016 / 0 comments

Das Theaterstück Wir sind keine Barbaren! von Philipp Löhle wurde bereits 2014 in Bern uraufgeführt. Anlass war eine Volksabstimmung in der Schweiz über Zuwanderung gewesen.[1] Der Arabische Frühling und dessen Folgen beschäftigten damals die Schweizer. Doch auch zwei Jahre später ist Löhles Theaterstück aktueller denn je, wirkt es doch wie eine Ansammlung von Äußerungen zum…

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Die Eric Clapton ‚Brownie‘ Tribute Stratocaster – eine Konsumrezension

31. August 2016 / 1 comment

In seiner Konsumrezension widmet sich unser Gastautor Christian Dömer dem Gebrauchs- und Fiktionswert der Eric Clapton ‚Brownie‘ Tribute Stratocaster. Gegner des für moderne westliche Gesellschaften typischen Konsumismus und der damit unweigerlich verbundenen Produktwerbung sind sich einig: Eine Ware sollte nur zu dem Preis verkauft werden, der ihrem tatsächlichen Gebrauchswert entspricht. Alles andere sei vorsätzliche Täuschung…

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Was macht Kunst in der Stadt? Reinhören – in die Skulptur Projekte 2017

26. August 2016 / 0 comments

Titelfoto: © Kulturproleten Alle zehn Jahre, immer zeitgleich mit jeder zweiten Documenta, werden unter der Leitung des LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster die Skulptur Projekte veranstaltet. 2017 ist es wieder so weit, dann werden im gesamten Stadtraum Skulpturen und Installationen von Künstlern aus aller Welt aufgestellt. Wie in den Jahren zuvor nehmen die Arbeiten direkt…

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Ausstellungsplakat „Homosexualität_en“ (2016): Zwischen Werbung und Kulturauftrag – Dritter Einblick in ‚Ein Heft‘

17. August 2016 / 0 comments

Titelfoto: © Kulturproleten Passend zu Hannah Zipfels Beitrag Von fleischgewordenen Unterstrichen und spektakulären Körpern in der vergangenen Woche, präsentieren wir mit Norma L. Werbecks Essay eine zweite Blickrichtung auf das Ausstellungsplakat der Homosexualität_en-Ausstellung. Norma ist wissenschaftliche Volontärin am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster und Mitherausgeberin von Ein Heft – eine Kooperation des LWL-Museums und des Masterstudiengangs…

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