
Kulturproleten schwärmen aus: Das internationale literaturfestival berlin
5. September 2017 - 2017 / soziotext / texttext
Titelfoto: Ali Ghandtschi
Morgen ist es soweit: Das internationale literaturfestival berlin öffnet seine Tore. Bereits zum 17. Mal kommen in der deutschen Hauptstadt Literat_innen, Kritiker_innen und sonstige Interessierte an der Literaturszene aus der ganzen Welt zusammen, um elf Tage lang Buchpräsentationen, Diskussionsrunden und Workshops zu besuchen. Das Programm ist dabei auch dieses Jahr wieder so reichhaltig, dass man eigentlich zwei Festivals damit füllen könnte – die Qual der Wahl also groß.
Ich freue mich, dass ich das Festival offiziell als Blogger für die Kulturproleten begleiten und nach Themen und Tendenzen der zeitgenössischen Literaturszene Ausschau halten werde.
Highlights und damit auch die größeren Events des diesjährigen Programms dürften ohne Frage die Buchpremiere von Arundhati Roys lange erwartetem zweiten Roman „Das Ministerium des äußersten Glücks“, Laurie Penny mit ihrem „Bitch Doktrin“, die Lesung des dritten Teils der Neapel-Saga von Elena Ferrante mit Eva Mattes sowie die Buchpremiere von Yasmina Rezas neuem Roman „Babylon“ sein.
Abseits dieser Megaevents gibt es aber jede Menge (teils auch kostenloser) Veranstaltungen, die einen Besuch wert sind. Beispielhaft möchten wir hier das „Literarische Quartett der Computerspiele“, die beiden „Poetry Nights“ oder die Reihe an Impulsvorträgen der „Langen Nacht der Demokratie“ nennen. Auch der Graphic Novel wird bereits zum siebten Mal ein ganzer Tag des Festivals gewidmet.
Dass Kultur- und gerade dieses Literaturfestival immer auch politisch sind und sein möchten, merkt man bereits an der Wahl der Eröffnungsredenden für morgen Abend: Elif Shafak. Die Schriftstellerin zählt zu den meistgelesensten Autor_innen der Türkei, ist dort jedoch wegen Verunglimpfung des Türkentums angeklagt.
Das Zugticket ist gelöst, der Schlafplatz organisiert und der Bleistift bereits gespitzt. Berlin, ik komme!
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